Die Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) ist weit mehr als eine medizinische Diagnose – sie ist ein Leben in extremen Kontrasten. In meinem Projekt „Porträt Borderline“ versuche ich, die zerbrechliche Grenze zwischen Euphorie und Verzweiflung einzufangen, die den Alltag der Betroffenen prägt.
Ein zentrales Merkmal von BPS ist die affektive Instabilität. Die raschen Stimmungswechsel sind in meinen Fotografien als visuelle Brüche spürbar. Es ist die Darstellung einer Identitätsunsicherheit, bei der impulsives Handeln oft der einzige Ausweg zu sein scheint, um den inneren Druck zu lindern.
Borderline bedeutet oft ein Leben in emotionalen Stürmen, geprägt von der massiven Angst vor Ablehnung. Die zwischenmenschlichen Beziehungen sind intensiv, aber oft instabil. Mein Ziel ist es, diese Spannungsfelder sichtbar zu machen und den Fokus auf den Menschen hinter der Störung zu lenken.
Mit modernen Therapieansätzen wie der Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT) ist ein stabiles Leben möglich. Durch meine Kunst möchte ich das Verständnis für BPS fördern. Diese Bilder sind eine Einladung zur Empathie – ein Blick auf die enorme Kraft, die Betroffene täglich aufbringen, um ihren Weg zu finden.
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