Kommerzielle Shootings – individuelle Umsetzung und Kalkulation
Kommerzielle Shootings bedeuten bei mir die Möglichkeit, Fotografie in meinem eigenen künstlerischen Stil in Auftrag zu geben.
Ich arbeite vor allem im Bereich der künstlerischen Fotografie. Deshalb basieren auch bezahlte Aufträge auf Bildidee, Konzept, Licht, Atmosphäre und einem bewussten Bildaufbau. Mir geht es nicht nur darum, das festzuhalten, was sich vor der Kamera befindet, sondern darum, eine fertige Fotografie mit einem eigenen Charakter zu schaffen.
Das kann ein Portrait, ein Shooting mit einem Paar oder Brautpaar, sinnliche oder intime Fotografie, ein konzeptionelles oder stilisiertes Projekt oder eine Arbeit für Künstler, Kreative oder Marken sein.
Auf dieser Seite verwende ich den Begriff „kommerzielles Shooting“ ganz einfach für einen bezahlten fotografischen Auftrag – im Unterschied zu einer TFP-Zusammenarbeit.
Welche Shootings kann man bei mir buchen?
Am nächsten sind mir Projekte, bei denen Fotografie mehr sein kann als eine technisch korrekte Wiedergabe der Realität.
Ich realisiere unter anderem:
- individuelle Portraitshootings,
- künstlerische Fotografie,
- konzeptionelle und stilisierte Shootings,
- Akt und Teilakt,
- sinnliche und intime Fotografie,
- Einzel- und Paarshootings,
- künstlerische Brautpaarshootings,
- Imagefotografie mit einem klaren visuellen Charakter,
- Fotografien für Künstler, Performer und andere Kreative,
- kreative fotografische Inhalte für Marken und Projekte,
- digitale und analoge Projekte,
- Shootings im Mittel- und Großformat.
Diese Liste ist nicht abschließend.
Wenn Du eine Idee hast, die zu meiner Art zu fotografieren passt, können wir genau dort anfangen.
Der Einstieg muss nicht teuer sein. Eine einfache Umsetzung kann sogar unter 100 Euro kosten. Das bedeutet allerdings nicht, dass jedes Shooting denselben Preis hat. Der Preis richtet sich nach dem tatsächlichen Umfang des Projekts. Ich verwende keinen Kalkulator, der nach drei Antworten automatisch einen Preis ausspuckt. Zuerst spreche ich mit dem Kunden und sammle alle Informationen, die für die Planung notwendig sind. Erst danach erstelle ich ein konkretes Angebot.
Warum kann mein Preis niedriger sein, als Du vielleicht erwartest?
Gute Fotografie muss nicht automatisch teuer sein. Ich fotografiere seit über zwanzig Jahren, arbeite mit professioneller digitaler und analoger Technik und nutze auch Mittel- und Großformat. Trotzdem können einige meiner Projekte günstiger kalkuliert sein als vergleichbare Angebote auf dem Markt.
Der Grund ist ziemlich einfach: Meine fotografische Tätigkeit besitzt eine sehr schlanke Kostenstruktur. Ich arbeite selbstständig und allein. Ich beschäftige kein festes Team, arbeite nicht mit Vermittlern und muss das Honorar eines Shootings nicht auf mehrere Personen verteilen. Wenn ein Projekt keine zusätzlichen Spezialisten benötigt, kann ein wesentlich größerer Teil des Budgets direkt in die eigentliche fotografische Arbeit fließen.
Ich unterhalte außerdem kein eigenes Studio, das unabhängig von seiner tatsächlichen Nutzung jeden Monat feste Kosten verursacht. Wenn ein bestimmtes Projekt ein Studio benötigt, miete ich gezielt eine passende Location für genau dieses Shooting. Die Kosten entstehen also nur dann, wenn ein Studio tatsächlich sinnvoll oder notwendig ist.
Ähnlich gehe ich mit meiner gesamten Arbeitsumgebung um. Mein Workflow ist gut organisiert und ich achte bewusst darauf, die Kosten für Technik, Software, Materialien und Infrastruktur sinnvoll zu optimieren. Ich möchte kein unnötig aufwendiges Umfeld finanzieren, nur um diese Kosten später automatisch auf jedes einzelne Shooting umzulegen.
Der Kunde sollte nicht für meine unnötigen Kosten bezahlen. Er sollte für die Fotografie bezahlen, die er tatsächlich braucht.
Fotografie ist außerdem nicht meine einzige Einkommensquelle. Dadurch habe ich den Luxus, Projekte auswählen zu können, die ich wirklich realisieren möchte, anstatt bei jedem Auftrag den maximal möglichen Umsatz erzielen zu müssen. Ich kann deshalb einen Preis anbieten, der das Projekt für mich zeitlich und kreativ interessant macht und gleichzeitig für den Kunden attraktiv bleibt. Das bedeutet weder eine geringere Qualität noch Arbeit „zum Selbstkostenpreis“. Es bedeutet lediglich, dass ich Kosten, die bei mir gar nicht entstehen, auch nicht an den Kunden weitergeben muss.
Ist ein Projekt einfach, kann auch sein Preis entsprechend einfach bleiben. Benötigt es dagegen 4×5-Zoll-Film, ein gemietetes Studio, eine längere Anfahrt, eine besondere Location, umfangreiche Postproduktion oder zusätzliche Materialien, werden diese Elemente transparent in der Kalkulation berücksichtigt.
Deshalb bevorzuge ich eine individuelle Preisgestaltung gegenüber einem künstlich hoch angesetzten Mindestpreis.
Wovon hängt der Preis ab?
Auf die Kosten eines Projekts können unter anderem folgende Faktoren Einfluss haben:
- der Schwierigkeits- und Produktionsaufwand,
- die benötigte Vorbereitungszeit,
- die Dauer des Shootings,
- die Anzahl der finalen Fotografien,
- der Umfang der Postproduktion,
- Location und Logistik,
- eine eventuelle Studiomiete,
- die verwendete Technik,
- digitale oder analoge Fotografie,
- das verwendete Filmformat,
- die Kosten fotografischer Materialien,
- zusätzliche Elemente, die für die Umsetzung benötigt werden,
- die spätere Nutzung der Fotografien,
- der Umfang der eingeräumten Nutzungsrechte,
- eine eventuell gewünschte Exklusivität.
Nicht jedes Projekt verursacht all diese Kosten.
Wenn sich gute Fotografien auf einfache Weise realisieren lassen, sehe ich keinen Grund, ein Projekt künstlich komplizierter und damit teurer zu machen.
Warum habe ich keine klassische Preisliste?
Weil sich Fotografie nicht immer sinnvoll in drei vorgefertigte Pakete pressen lässt.
„Paket S – fünf Bilder“, „Paket M – zehn Bilder“ und „Premium-Paket – zwanzig Bilder“ klingt zunächst übersichtlich, sagt aber nur sehr wenig darüber aus, wie viel Arbeit tatsächlich hinter diesen Fotografien steckt. Fünf aufwendig produzierte Bilder können wesentlich mehr Arbeit bedeuten als zwanzig einfache Aufnahmen. Ein analoges Shooting auf 4×5-Zoll-Film funktioniert vollkommen anders als ein kurzes digitales Portraitshooting.
Ein Shooting in meiner direkten Umgebung verursacht außerdem eine andere Logistik als eine Produktion, für die eine längere Anfahrt notwendig ist. Deshalb gilt für mich: Zuerst das Projekt, dann der Preis. Nach unserem Gespräch weiß ich, was tatsächlich benötigt wird, und der Kunde erhält vor Beginn der Arbeit eine konkrete Kalkulation.
Du hast ein festes Budget? Sag es mir
Wenn Du bereits ein bestimmtes Budget festgelegt hast, kannst Du mir das gerne schon beim ersten Gespräch sagen. Das ist eine sehr hilfreiche Information.
Manchmal stellt sich heraus, dass sich das geplante Projekt problemlos innerhalb dieses Budgets realisieren lässt. In anderen Fällen können wir einzelne Elemente vereinfachen, eine andere Location wählen, die Anzahl der Bilder anpassen oder eine andere Technik einsetzen. Nicht jede gute Fotografie benötigt eine große Produktion. Eine interessante Location, die richtige Person, gutes Licht und eine starke Idee sind oft mehr wert als ein Lastwagen voller Technik.
Bedeutet ein niedriger Preis einfachere Bilder?
Er bedeutet in erster Linie einen geringeren Produktionsaufwand, nicht einen niedrigeren Qualitätsstandard der fertigen Fotografie. Wenn ich drei Bilder erstelle, möchte ich drei gute Bilder abliefern. Für kleinere Aufträge gibt es bei mir keine separate „schlechtere“ Bearbeitung.
Ein niedrigerer Preis kann beispielsweise dadurch entstehen, dass das Projekt:
- lokal umgesetzt wird,
- relativ wenig Zeit benötigt,
- keine Studiomiete erfordert,
- keine zusätzlichen Materialien benötigt,
- nur eine geringe Anzahl finaler Fotografien vorsieht,
- keine aufwendige Produktion erfordert.
Du bezahlst also in erster Linie für den tatsächlichen Umfang der Arbeit.
Wie läuft die Vorbereitung ab?
Der erste Schritt ist ein Gespräch. Ich möchte verstehen, was Du Dir von den Fotografien erwartest und welche Art von Bildern Dir gefällt. Dabei können wir mit Beispielbildern, Gemälden, Filmen, Farben, einer bestimmten Location oder sogar nur mit einer sehr groben Beschreibung der gewünschten Atmosphäre arbeiten.
Auf dieser Grundlage können wir unter anderem festlegen:
- die visuelle Richtung,
- die Location,
- das Styling,
- das Licht,
- Requisiten,
- den Umfang des Shootings,
- die verwendete Technik,
- die voraussichtliche Anzahl der finalen Bilder.
Du musst nicht mit einem fertigen Konzept zu mir kommen. Die Entwicklung einer Bildidee gehört ebenfalls zu meiner Arbeit.
Ich arbeite sowohl in vorhandenen Räumen und Locations als auch im Studio. Bei Outdoor- und Location-Shootings bin ich mobil.
Besonders gerne arbeite ich auch in charaktervollen Innenräumen, industriellen Locations, Wäldern, verlassenen Orten und anderen Umgebungen, die selbst zu einem Bestandteil der Fotografie werden können und nicht nur als Hintergrund dienen. Wenn ein Projekt ein Studio benötigt, kann eine entsprechende Fläche gemietet werden. Die Studiokosten werden dann transparent in der Kalkulation berücksichtigt.
Digital, analog, Mittelformat oder 4×5?
Ich bin nicht auf eine einzige Technik festgelegt. Ich fotografiere digital, arbeite aber ebenso mit analogen Kameras. Je nach Projekt kann ich Kleinbildfilm, Mittelformat oder Großformat 4×5 Zoll einsetzen. Jede dieser Techniken besitzt einen etwas anderen Bildcharakter und verändert gleichzeitig die Art und Weise, wie während des Shootings gearbeitet wird.
Analogfotografie ist für mich kein Filter, der später über ein digitales Bild gelegt wird. Wenn wir analog fotografieren, arbeiten wir tatsächlich mit lichtempfindlichem Filmmaterial, das anschließend entwickelt werden muss. Bei Schwarzweißfotografie kann ich außerdem klassische fotografische Abzüge in meiner eigenen Dunkelkammer anfertigen. Analoge Fotografie beeinflusst den Preis eines Projekts, weil Film, Chemie und Fotopapier reale Materialien sind, die während der Arbeit verbraucht werden.
Ich beschäftige mich seit über zwanzig Jahren mit digitaler und analoger Fotografie. In dieser Zeit haben sich Kameras, Programme, Technologien und Arbeitsweisen verändert. Eine Sache ist für mich jedoch wesentlich wichtiger geblieben als die Technik: die Fähigkeit, ein Bild zu sehen, bevor der Auslöser gedrückt wird.
Ich wähle die Technik passend zum Projekt – nicht das Projekt passend zur Technik. Manchmal ist eine moderne Digitalkamera die beste Lösung. Ein anderes Mal die Mamiya RB67. Und manchmal eine großformatige Wista 4×5, ein Stativ und eine einzige, sehr sorgfältig vorbereitete Aufnahme.
Wie viele Bilder erhalte ich?
Die Anzahl der finalen Fotografien vereinbaren wir vor der Umsetzung. Ich übergebe nicht sämtliche aufgenommenen Bilder und unbearbeitete RAW-Dateien gehören nicht zum üblichen Endprodukt. Nach dem Shooting treffe ich eine Auswahl und bearbeite anschließend die vereinbarte Anzahl von Bildern. Gerade in der künstlerischen Fotografie halte ich mich sehr deutlich an einen Grundsatz: Qualität ist wichtiger als die Anzahl der Dateien in einem Ordner.
Wenn ein Projekt fünf Fotografien benötigt, möchte ich fünf fertige Bilder schaffen – und nicht fünfzig nahezu identische Aufnahmen.
Postproduktion ist ein Teil der Fotografie
Meine Arbeit endet nicht mit dem Shooting. Das endgültige Bild entsteht auch während der Auswahl und Postproduktion.
Je nach Projekt arbeite ich unter anderem an:
- Farbe,
- Kontrast,
- Licht,
- einzelnen Bildbereichen,
- Haut,
- Details,
- dem gesamten Charakter der Fotografie.
Die Bearbeitung dient für mich nicht ausschließlich dazu, Unvollkommenheiten zu entfernen. Sie ist ein Teil des kreativen Prozesses und eines der Werkzeuge, mit denen das endgültige Bild aufgebaut wird.
Veröffentlichung und Privatsphäre
Wie die Fotografien genutzt werden, vereinbaren wir vor der Umsetzung. Das betrifft sowohl Bilder für Privatpersonen als auch Arbeiten für Künstler, Kreative oder Marken. Bei intimer oder sinnlicher Fotografie, Akt und anderen Projekten mit besonderen Anforderungen an die Privatsphäre können wir ebenfalls Anonymität oder einen eingeschränkten Veröffentlichungsumfang vereinbaren. Wenn ein Projekt vollständige Exklusivität erfordert, kann auch das in den Vereinbarungen und in der Kalkulation berücksichtigt werden.
Rechnung und klare Regeln für die Zusammenarbeit
Für meine Arbeit stelle ich eine Rechnung aus. Den Umfang der Leistung sowie die Nutzung der Fotografien vereinbaren wir vor Beginn der Umsetzung. Bei größeren Projekten halten wir die entsprechenden Vereinbarungen schriftlich in einem Vertrag fest – einen Vertrag empfehle ich allerdings grundsätzlich.
Ich betrachte einen Vertrag nicht als Zeichen von Misstrauen. Ein guter Vertrag sorgt dafür, dass beide Seiten genau wissen, was wir gemeinsam umsetzen, was geliefert wird und unter welchen Bedingungen die Zusammenarbeit stattfindet.
Schreib mir einfach und beschreibe am besten kurz:
- welche Art von Fotografie Dich interessiert,
- für wen die Bilder entstehen sollen,
- welchen Effekt Du erreichen möchtest,
- wo die Fotografien verwendet werden sollen,
- wie viele Bilder Du ungefähr benötigst,
- ob Du bereits eine bevorzugte Location hast,
- ob Dich digitale oder analoge Fotografie interessiert,
- ob es einen konkreten Termin gibt,
- welches Budget Du eingeplant hast.
Du musst nicht auf alle Fragen bereits eine Antwort haben. Genau dafür ist das Gespräch vor dem Shooting da. Nachdem ich die notwendigen Informationen gesammelt habe, bereite ich ein Konzept für die Umsetzung und eine individuelle Kalkulation vor.
Du kaufst kein fertiges Paket von der Stange.
Du beauftragst Fotografie, die für ein konkretes Projekt entwickelt wird.