Wir haben uns in Mannheim getroffen. Ich hatte einen Strick und ein Metallhalsband vorbereitet. Wir einigten uns auf einen formellen Dresscode. Fesselspiele im Büro? Ja, Sekretärin - erinnert sich jemand? Bondage, Karada und Shibari, und das Ganze wurde mit einem hohen Metallkragen vervollständigt, einem von denen, die Kopfbewegungen auf ein Minimum beschränken. Ich legte es an und wir begannen zu fotografieren. Zuerst, um das Eis zu brechen, fotografierten wir alltägliche Aktivitäten: Make-up, während wir viel redeten.
Einmal bemerkte ich, dass der Nachbarraum einen Ausgang zum Balkon hatte. "Lass es uns versuchen", sagte ich. "Deine Hände sind gefesselt, wische die Fenster, während du draußen stehst. Ich möchte es durch das Glas in einem Rahmen festhalten." Draußen entdeckte ich eine hohe Fußgängerbrücke. Ich nahm das größte Zoom, das ich hatte, trat vor das Mietshaus und lief über die Straße. Nach einer Weile positionierte ich mich fast auf Balkonhöhe und zielte mit meiner Kamera wie ein Jäger.
Im Herzen von Mannheim, ein paar Meter über der Straße, fand eine erstaunliche, sinnliche Performance statt, bei der wir die Regisseure und Hauptdarsteller waren. Dieses Fotoshooting in Mannheim fing sowohl Intimität als auch Ästhetik ein, wobei jedes Bild seine eigene Geschichte erzählte und ein subtiles Gleichgewicht zwischen Eleganz, Spannung und der künstlerischen Vision des Fotografen herstellte.
Es war eine ganz besondere Erfahrung.