Es war spät, die Stadt schlief bereits, doch wir suchten nach einem Weg, die junge Nacht zu nutzen. Ein alter Dachboden mit seinen massiven, rohen Balken bot das perfekte Szenario für die anspruchsvollste Form der Seilkunst: Suspension Bondage.
Suspension ist eine Kunstform, die technische Präzision und blindes Vertrauen erfordert. Ohne die üblichen Metallringe mussten wir die Struktur des Dachbodens nutzen. Seil für Seil entstand das Geschirr am Körper – der letzte Moment, in dem das Modell noch aus eigener Kraft unter dem Balken stehen konnte, bevor die Schwerkraft ihre Wirkung verlor.
Wenig später schwebte eine horizontale Gestalt vor mir – ein Suspension Hogtied. Trotz des Komforts wusste ich, dass die Zeit aufgrund der Improvisation begrenzt war. Im Rhythmus der Stroboskop-Blitze entstanden Aufnahmen voller Spannung und Ästhetik.
„Stell dir vor, jemand steht hinter mir... spüre den Moment kurz vor dem Schrei.“ Diesen einen flüchtigen Augenblick festzuhalten, war das Ziel der Nacht. Eine Session, die zeigt, dass rohe Balken und Seile ausreichen, um eine Geschichte über Hingabe und Kontrolle zu erzählen.
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