Breslau (Wrocław), ein Bahnsteig am Wochenende. So begann die Geschichte von „Pasja uległości“ (Leidenschaft der Unterwerfung). Unser erstes Treffen führte uns direkt in einen kreativen Prozess, in dem die Grenzen zwischen einem geplanten Fotoshooting und einer spontanen Performance verschwammen.
Wir begannen mit einem Spiel aus Form und Licht. Vor weißem Hintergrund und in fast sterilem Licht entstanden Aufnahmen, die an BDSM Fashion erinnern. Der Fokus lag auf der technischen Präzision des Armbinders und der Interaktion mit der Kamera. Es war das ruhige Vorspiel für das, was uns unter dem Schutz der Nacht erwartete.
Die wahre Magie entfaltete sich im obersten Stockwerk eines alten Breslauer Mietshauses. Mit improvisierter Beleuchtung schufen wir eine fast „illegale“ Kulisse, die schnell zum Mittelpunkt einer spontanen Performance wurde. Zeitweise füllten acht Personen den Flur – eine lebendige Party, bei der ich durch die Kamera und sie durch den Knebel eingeschränkt war.
Die Blitze der Lampen drangen durch die schmutzigen Fenster nach draußen, während die Szenerie ein Eigenleben entwickelte. Ich war kein Regisseur mehr, sondern Teil einer Interaktion. Der Speichel, die erhobenen Hände, die rohe Spannung – „Wir sind gleich fertig“, sagte ich, wohl wissend, dass diese Geschichte gerade erst ihren Höhepunkt erreicht hatte.
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