Dunkelheit. Nur Dunkelheit. Eine Frau mit bandagiertem Kopf wacht langsam auf, und die Welt um sie herum ist unsichtbar. Ihre Arme und Beine sind unbeweglich, jede Bewegung ist unmöglich. Nur ihr Atem und ihr Herz scheinen zu ihr zu gehören.
Sie spürt plötzlich eine harte Oberfläche unter sich, jemand bewegt sie. Das leise, metallische Klappern des Bodens verrät ihr, dass sie sich in einer Art Rollstuhl befindet. Irgendwo in der Ferne hört sie Stimmen - weibliche und männliche, oder vielleicht nur das Echo ihrer eigenen Gedanken. Gerüche: Fett, Holz, Feuchtigkeit... mischen sich in ihrem Kopf, aber nichts ist vertraut.
Die Zeit vergeht anders, ohne Bezugspunkte. Langsam fühlt sie sich eher wie ein Objekt als wie eine Person. Der Aufzug hebt sie mit einem leisen Ächzen hoch. Das Metall umhüllt sie mit Kälte, und in der Ferne flackert Licht, das sie nicht sehen kann. Sie bewegt sich, aber es ist nicht sie, die die Bewegung bestimmt. Sie wird transportiert, bewegt, und ihr eigener Körper ist zu einer Ware in den Händen eines anderen geworden.
Es wurde ihr gesagt, dass in den alten Ruinen ein Abenteuer wartete, eine faszinierende Entdeckung, geheimnisvolle Gänge und vergessene Kammern. Aber sie hätte nie erwartet, selbst Teil dieses Abenteuers zu werden, Teil dieses Ortes. Jedes Geräusch, jeder Geruch, jede metallische Berührung des Wagens bahnt sich seinen Weg durch die Ruinen und nimmt sie in sich auf. Sie ist nicht länger eine Beobachterin - sie ist Teil des Labyrinths, untrennbar verwoben mit dem Geheimnis und der Dunkelheit der alten Mauern.
In den dunklen Nischen eines verlassenen Urbex-Gebäudes vermischt sich der Geruch von Staub und Rost mit einer Aura des Geheimnisvollen. Gefesselt wird ihr Körper sowohl zum Werkzeug als auch zum Dekorationselement, Teil einer künstlerischen Fesselungsszene, in der die Grenze zwischen Kontrolle und Hingabe in den Schatten der Ruinen verschwimmt. Jeder Schritt des Wagens, jedes Rascheln des Materials, das ihren Körper umgibt, schreibt sie in die Geschichte des Ortes ein - nicht nur als Urbex-Reisende, sondern als Teilnehmerin an einem beunruhigenden, unerwarteten performativen Abenteuer.