Dieser Teich - oder vielleicht doch ein See - war unser Plan B. Ein bisschen mein persönlicher Versuch, alte Rechnungen mit Wasser und Licht zu begleichen. Bis jetzt hatte ich hier nicht viel Glück. Ein paar peinliche Bilder, ein paar verpasste Gelegenheiten, ein paar Situationen, die in meinem Kopf besser aussahen als auf den Fotos. Aber beim Fotografieren, insbesondere bei dem, was ich als Fotograf in und um Heidelberg mache, geht es nicht darum, schwierige Motive zu meiden. Vielmehr geht es darum, im richtigen Moment zu ihnen zurückzukehren.
Wasser-Sessions erfordern eine besondere Hingabe. Sie bedeuten immer Druck - logistisch, technisch und mental. Doch dieses Mal war es anders. Wir waren auf dem Rückweg von einem erfolgreichen Fotoshooting und beschlossen ganz spontan, die letzten Sonnenstrahlen zu nutzen. Es war warm. Die Luft stand still. Alles war an seinem Platz. Alles, was wir tun mussten, war, am Ufer zu stehen, ein paar Meter in die Tiefe zu gehen und die Situation sich selbst schreiben zu lassen.
Der Grund war nicht stabil, und weiter ins Wasser zu gehen, wäre reine Unvorsichtigkeit gewesen. Diese Grenze erwies sich jedoch als ideal. Wo die Bequemlichkeit aufhört, beginnt oft die echte Porträtfotografie. Ich experimentierte mit einem Polarisationsfilter, gab es aber schließlich auf. Die spiegelnde Reflexion des Wassers war zu wichtig. Sie füllte den Rahmen nicht nur visuell, sondern auch bedeutungsvoll aus. Sie musste noch mit Bedeutung versehen werden - oder zumindest mit einem Ersatz dafür. "Tu so, als würdest du kämmen. Nimm die nassen Blätter auf und bürste sie mit deinen Händen aus deinem Haar."
An diesem Punkt ging es nicht mehr um das Posieren. Es fing an, sich um die Rolle zu drehen.
Du wurdest zur Lady of the Lake.
In solchen Momenten macht mir die Arbeit als Fotograf in Heidelberg am meisten Spaß - wenn es bei einem Fotoshooting nicht mehr darum geht, einen Plan auszuführen, sondern um eine Geschichte. Wenn ein Porträt nicht mehr nur ein Bild ist, sondern eine Szene aus etwas Größerem. Wasser, Stille, das letzte Licht des Tages und eine Figur, die irgendwo zwischen Realität und Mythos schwebt. Dies ist kein Foto über einen Ort. Es ist eine Fotografie über einen Zustand.
Wenn Sie sich für ein künstlerisches Fotoshooting in oder um Heidelberg interessieren - eines, das nicht auf der Reproduktion von Mustern beruht, sondern auf dem Aufbau einer Geschichte - dann ist das die Richtung, in die ich arbeite. Das Porträt als Geschichte. Das Foto als Szene. Licht als Erzählung.